Die heurige Entwicklung des Weines verläuft gut. Bedingt durch teilweise heftige Regenschauer während der Blütezeit gab es jedoch sorten – und lagebedingt Verrieselungsschäden, das heisst die Blüten sind abgefallen und es konnte sich an dieser Stelle keine Beere entwickeln. Folglich wird es auch heuer wieder mengenmäßig keine Höchstwerte an österreichischem Wein geben. Andererseits bedeutet das für die verbliebenen Trauben eine gute Entwicklung und eine hohe Reife.

Einstricken: Überhängende Reben werden in den Drahtrahmen eingefädelt. So wachsen sie gerade nach oben, und eine für die Traubenentwicklung wichtige Laubwand entsteht. Einstricken muss man im Laufe des Rebenwachstums öfters, da viele Reben beim ersten Mal noch zu kurz sind.

Ausbrocken“ (Ausjäten): Im Bereich der Traubenzone werden die meisten Blätter und überschüssige Geiztriebe (kleine Reben, die aus den Blattachseln wachsen) entfernt. Die Trauben werden besser durchlüftet und intensiver von der Sonne beschienen. Oberhalb der Trauben werden keine Blätter weggerissen, da diese die für die Photosynthese und somit die Nährstoffproduktion wichtige Laubwand bilden.

Stammputzen: Triebe, die direkt aus dem alten Rebstock wachsen, werden entfernt, da sie keine oder unreife Trauben tragen und den anderen Reben Nährstoffe und Wasser wegnehmen. Meist wird das Stammputzen mit dem Ausjäten kombiniert.

Abstutzen: Mit einem am Traktor montierten Abstutzgerät werden die Triebspitzen oben abgeschnitten. Dies fördert das Triebwachstum weiter unten an der Rebe und bewirkt eine Verdichtung der Laubwand.

---------------------------------------------------------------------------------------------------


Der Winter hat sich nun hoffentlich endgültig verabschiedet, und die Weinbauern tummeln sich wieder vermehrt in den Weingärten.

Aktuelle Arbeit:

Doppelaugen entfernen: neue Knospen spriessen aus den zugeschnittenen Reben. Bedingt durch die gute Witterung wachsen diese ziemlich rasch. Je nach Sorte wachsen jedoch zwei oder auch drei Triebe aus einem einzigen Ansatz. Um einen eventuellen Überbehang zu verhindern, entfernen wir jetzt die überzähligen Triebe. Zu diesem frühen Zeitpunkt im Jahr verursachen wir noch keine Wunden an der Rebe.

Boden auflockern: Der Boden wird zu dieser Zeit aufgerissen, das heißt mit dem Traktor und geeigneter Gerätschaft oberflächlich umgegraben. Dadurch wird der über den Winter verdichtete Boden wieder durchlässig für Niederschläge gemacht. Das für das Rebenwachstum wichtige Wasser kann in die Erde einsickern und wird dort von den Wurzeln gespeichert. Ausserdem kommt die Nährstoffversorgung wieder in Schwung und zuguterletzt werden auch Unkräuter, die sich zwischen den Reihen stark vermehren, umgeschnitten. Somit wird gewährleistet, dass diese den Weinreben Wasser und wichtige Nährstoffe nicht wegnehmen.
 
Was machen die Weinbauern eigentlich im Winter?

Eine kleine Fotoreihe über unsere Arbeit während der Wintermonate.

Tatort: Ungerbergacker
Opfer: Gelber Muskateller
Täter: Georg Allacher, Weinbauer i.R.


Rebschnitt und Anbinden
 
Vorher: unbeschnittener Rebstock.
Seit der Lese wurde der Stock nicht mehr bearbeitet.
 
1. Schritt: altes Holz wird entfernt.
Ein Strecker bleibt übrig. Aus diesem treiben im Frühjahr frische Reben aus.
 
2. Schritt: Der Strecker wird an den Bindedraht angebunden. Idealerweise befindet sich der Rebenansatz knapp unter dem Draht.
 

Aktuelles


A LA CARTE - Blaufränkisch 2004

Unser Blaufränkisch Barrique 2004 wurde vom Magazin "A la carte" mit 90 Punkten bewertet !

"Cassis pur, feine Röstaromen, dazu Him- und Brombeeren; saftig und klar, wunderschöne Frucht, wunderschön würzig, auf dem Punkt, feine Länge"

 
FALSTAFF - Jahrgangswertung für Österreichs Rotweine
 
BLAUER ZWEIGELT GRAND PRIX 2008

Prämiert wurden klassisch ausgebaute Zweigelt vom Jahrgang 2007.

"Zweigelt 2007, Weingut Der Allacher: 81 Punkte"
 

Merlot 2006, Weingut Der Allacher: 88 Punkte

"dunkles Rubingranat mit jugendlichen Reflexen, breitere Randaufhellung. In der Nase einladende Zwetschkenanklänge, etwas Nougat, zarte Holzwürze, tabakige Nuancen. Am Gaumen komplex, stoffige Frucht, gut eingebundene Tannine, zarte Extraktsüsse, rotbeerig-kirschig im Abgang, bereits gut antrinkbar, vielseitig einsetzbarer Speisenbegleiter mit Reifepotenzial."

 
Shiraz 2006, Weingut Der Allacher: 86 Punkte

"kräftiges Rubingranat, zarter Ockerreflex im dunklen Farbkern, breitere Randaufhellung. In der Nase feine florale Nuancen, nach Himbeerkonfit, Malven klingen an, zart nach frischer Erdbeerkonfitüre. Am Gaumen saftig, frisch strukturiert, wieder nach frischer Waldbeermarmelade, zitroniger Touch, mittlere Länge, frischer Abgang, zart blättrig im Rückgeschmack."
 
Zusätzlich zu den Bewertung im Falstaff-Rotweinguide 2008/2009 werden wir noch im Falstaff-Magazin 1/2009 in einem Artikel über die besten Rotweinwinzer Österreichs präsent sein.